Seit etwa einem Jahr betreibe ich mit meiner Freundin Gwendolyn ein kleines Kunstprojekt*: „Korrespondenzen“. Ich überlegte schon eine Weile, wie wir ihre Malerei und meine Fotografie zusammenbringen können. Bei einem Kneipenabend (mit jeder Menge Bier) wurde dann die Idee geboren: Wir stellen uns gegenseitig abwechselnd eine Aufgabe, die in einem Gemälde bzw. einer Fotografie umgesetzt werden muss. Dabei ist das Werk des einen, oder vielmehr was derjenige darüber mitteilt, der Startpunkt für das Werk des anderen.

Ähnlich war es bei photosport.de: Hier waren wir eine Gruppe von Fotoenthusiasten, die zeitgleich dasselbe Thema hatten und welches jeder in einem Foto umsetzen mussten. Etwas Wettbewerb war auch dabei, weil die Besucher unser Webseite für ihren Favoriten stimmen konnten. Irgendwann wurde dann das Fotografieren mehr zur Pflicht und wir haben das Projekt beendet.

Wie funktioniert nun Korrespondenzen? Und warum heißt es Korrespondenzen? So ist der Ablauf: Ich mache ein Foto und schicke Gwenny eine Postkarte, in der ich etwas zu dem Werk schreibe. Das ist keine genaue Beschreibung, sondern das, was ich ihr mitteilen möchte. Gwenny malt nun ihr Bild, inspiriert durch meine Postkarte. Ist ihr Werk fertig, schreibt sie mir wiederum eine Postkarte, welche die Aufgabe für mein nächstes Foto ist. So geht es immer hin und her. Das Werk des anderen darf man erst sehen, wenn man seine Aufgabe „erledigt“ hat.

Das Projekt macht große Freude! Wie schon bei photosport.de probiere ich viele neue Dinge aus: Unterwasserfotografie, Panoramabild aus Fotos von einer Drone, Aktfotografie, …

Ich bekomme Input, Inspiration, Aufgabe und muss überlegen, wie ich das in einem Bild umsetzen kann. Oft habe ich spontan eine Idee, manchmal muss ich länger überlegen. Einiges braucht viel Vorbereitung (Schwimmbad Heslach), andere Motive springen beim „Photowalk“ ins Auge. Es gibt nur wenig Regeln und es muss auch nicht immer eine Postkarte sein: Zweimal habe ich Gwenny eine CD mit einem Lied gesendet. Wir lassen uns Zeit, die Lust an der „Arbeit“ und die Kreativität stehen im Vordergrund.

Diese Woche haben wir unsere Arbeiten (und die Korrespondenz dazu) auf Gwennys Webseite veröffentlicht: Korrespondenzen

[*Ist das Kunst? Ich weiß es nicht… ]

Hier nur meine Beiträge zum Projekt. Für das komplette Bild, besuche unsere Projektseite.

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