Im Rahmen meines Projekts Korrespondenzen, welches ich mit Gwenny seit ca. 1,5 Jahren betreibe (mehr dazu hier), habe ich die Postkarte rechts bekommen.

Wie oft bei diesen Aufgaben, hatte ich nach kurzer Zeit eine erste Idee. Meistens setze ich diese erste Idee auch in ein Foto um. Meine Assoziation war: „Ein Bild hat sich eingebrannt“. Ich hatte ein Foto im Sinn, von einem vor Schreck geweiteten Auge, in dem sich eine beängstigende Szene spiegelt. Aber wie umsetzten? Klar könnte man ein Auge fotografieren und das ganze dann in Photoshop zusammenbasteln. Wollte ich aber nicht. Mein Anspruch war aber, die Reflexion auf dem Auge zu erzeugen und das dann zu fotografieren. Also habe ich erst einmal Bilder im Netz gesucht, die so eine Szene darstellen. Klar war, es muss einfach sein, weil die Abbildung im Auge nicht sehr groß ist. Dazu noch kontrastreich, am besten schwarzweiß. Hier meine Auswahl:

eingebrannt
Postkarte (geschrieben mit einem abgebrannten Streichholz)

Ein Modell hatte ich schnell gefunden: Karo macht gerne bei solchen Projekten mit. Danke dafür! Wie projiziere ich aber das Bild auf ihr Auge? Wir haben ihr erst ein Tablet vor das Gesicht gehalten: Zu klein, zu viel vom Raum drumherum zu sehen. Als nächstes den Laptop: Immer noch nicht optimal! OK, dann das Bild auf den Fernseher gebeamt und Karo davor gesetzt.

Dann die nächste Herausforderung: Ich habe kein Makro-Objektiv. Weil, das Auge wollte ich ja formatfüllend im Bild habe. Es blieb nichts anderes, als mein 56 mm Objektiv zu nehmen und so nah wie möglich ran. Da die Naheinstellgrenze bei diesem Objektiv jedoch 70 cm beträgt, konnte ich nicht wirklich dicht ran. Also musste ich das Bild später beschneiden und kann es daher auch nicht großformatig ausdrucken. Und da heißt es immer: „mit neuer/besserer Ausrüstung machst Du auch keine besseren Fotos“…naja… Ein Makro-Objektiv habe ich trotzdem nicht gekauft. Bis jetzt…

Unten nun die Bilder vom Aufbau und das finale Bild:

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