In den Süden

Nun gen Süden und Westen. Wir wollten auf jeden Fall einen Trip ins Hochland unternehmen und die Gletscherlagunen des Vatnajökulls besuchen, was wir auch geschafft haben.

Ausflug ins Hochland

Das Hochland von Island ist wild, menschenleer, hat keine asphaltierten Straßen und ist daher nur schwer zugänglich. Ohne Fahrzeug mit Allradantrieb kommt man nicht rein. Und selbst wenn man so ein Fahrzeug hat, muss man sich erst einmal trauen, durch eine Fluß zu fahren…
Da wir mit unserem Camper nicht ins Hochland durften, haben wir einen Tagesausflug mit dem Bus nach Landmannalaugur gebucht. 2,5 h Fahrt rein, 1,5 h wieder raus. Der Bus sah eigentlich wie ein normaler Reisebus aus und hatte vielleicht etwas mehr Bodenfreiheit. Und so sind wir an einer Stelle auch gescheitert und mussten einen Umweg nehmen. Der Bach hatte sich einen neuen Weg gesucht und die Piste derart aufgeweicht, dass unser Bus nicht durch konnte.

Landmannalaugur

Das ist ein Außenposten mit Rangerstation, Campingplatz und primitiver Unterkunft. Hier sind wir zu einer Wanderung aufgebrochen, die uns auf einen der höchsten Berge rund um Landmannalaugur geführt hat. Während uns unten der Staub ins Gesicht geblasen hat, hatten wir oben eine grandiose Aussicht auf die Gegend. Vom Berg runter ging es wieder durch einen Fluß, was diesmal echt schwierig war: Heftige Strömung, spitze Steine und das Wasser saukalt. Unsere Füße waren knallrot nach der Durchquerung und wir haben danach erst mal eine Pause machen müssen. Nach der Wanderung wieder ein wunderbares Bad im heißen Bach.

Der Vatnajökull

Der größte Gletscher Islands bedeckt etwa 8 % der Inselfläche und ist rund 8100 km² groß. Unter seiner bis zu 900 m dicken Eisschicht liegen etliche aktive Vulkane. Der Gletscher langt fast bis ans Meer heran und an seinen Enden finden sich Gletscherlagunen, in denen das Eis schwimmt.
In Skaftafell haben wir am Nationalparkcenter gecampt und gleich einen ersten Ausflug zum Gletscher und einem Wasserfall unternommen. Am nächsten Tag ging es dann zur Gletscherlagune Jökulsárlón, welche ein Touristenmagnet ist und es dementsprechend rummelig war. Wir hatten vorher aber einen kleinen Parkplatz gefunden, auf dem wir (fast) alleine waren und einen ungestörten Spaziergang am Wasser unternehmen konnten.
Der Tag fing bewölkt an, später hat sich aber die Sonne gezeigt, was für tolle Farben in Schnee und Eis sorgte.


© 2018 Oliver Wendel, alle Recht vorbehalten

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